Die traditionelle Zubereitung von Matcha

In diesem Artikel führen wir Sie Schritt für Schritt in die Kunst der traditionellen Zubereitung ein. Außerdem verraten wir Ihnen, welche klassischen Matcha-Utensilien Sie benötigen. Mit etwas Übung und Geduld werden auch Sie bald hervorragende Ergebnisse erzielen!

Matcha Zubereitung

Was benötigt man?

Bambuslöffel (Chachaku)

Matchalöffel

Zwar ist der Bambuslöffel für die Matcha-Zubereitung nicht zwingend notwendig. Er ist aber sehr hilfreich für die richtige Dosierung des Pulvers. Außerdem ist er ein hübsches Küchenutensil.

Matchabesen (Chasen)

Bambusbesen

Der Matchabesen ist wohl das Wichtigste der hier aufgezählten Accessoires. Er wird üblicherweise aus Bambus gefertigt und hat viele kleine Lamellen, die zum Ende hin fein gekräuselt sind.

Man benötigt ihn, um das Pulver mit dem Wasser zu vermischen und schaumig  zu schlagen. Durch die kleinen Borsten hebt man Luft und Sauerstoff in das Wasser-Tee-Gemisch und zerkleinert zugleich die feinen Klümpchen.

Matchaschale (Chawan)

Chawan

Für das Schlagen des Matchas verwendet man ein relativ breites, flaches Gefäß. Hierfür hat sich die sogenannte Chawan, eine Teeschale bewährt. Man benutzt die üblicherweise handgefertigte  Schale, um das Pulver mit dem Wasser schaumig zu rühren.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Boden eine gerade Fläche hat, um das Pulver gut mit dem Wasser mischen zu können und zu verhindern, dass sich Klumpen bilden.

Matchadose (Natsume)

Matchadose

Natürlich wird die Dose nicht unbedingt für die Zubereitung von Matcha benötigt, allerdings ist auch die Dose ein weiteres dekoratives und praktisches Tee-Utensil. In der Dose kann zum einen das geöffnete Matchapulver als auch das verschlossene Pulver kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

Sie haben keines dieser Asseccoires zur Hand? Dann lesen Sie doch unsere Anleitung zur modernen Zubereitung ohne Matchabesen und -löffel. Alle anderen können mit unserer Schritt für Schritt-Anleitung weiter unten fortfahren.


Die Zubereitung – Schritt für Schritt

1Weichen Sie den Matchabesen ein

Stellen Sie den Bambusbesen in eine Schale mit heißem Wasser, wo er fünf Minuten lang eingeweicht wird. Dieses Vorgehen macht die Borsten flexibler und geschmeidiger und schützt vor einer Beschädigung beim Matcha schlagen.

2BRINGEN SIE DAS WASSER AUF DIE RICHTIGE TEMPERATUR

Kochen Sie die für den Tee benötigte Menge Wasser. Das Wasser, mit dem man den Matcha Tee aufgießt, sollte etwa 80 bis 90 Grad Celsius heiß sein. Auf diese Temperatur kommt man, wenn man den Deckel eines Wasserkochers nach dem Kochen öffnet und etwa fünf Minuten wartet. Es ist wichtig, dass Wasser abkühlen zu lassen, da sich zu heißes Wasser negativ auf den Geschmack auswirkt.

3MESSEN SIE DIE RICHTIGE MENGE MATCHA AB

Um 70 ml Tee zuzubereiten, benötigt man – je nach Geschmack – ein bis zwei Löffel Matchapulver. Eine gehäufte Spitze eines Matcha-Löffels entspricht dabei etwa einem Gramm Pulver. Die perfekte Menge für Ihren individuellen Geschmack bekommen Sie sicher schnell mit etwas Probieren heraus. Die Intensität von Matcha Tee erhöht man, indem man entweder mehr Pulver oder weniger Wasser verwendet.

Bereitet man eine intensivere Teemischung zu, enthält diese in der Regel mehr Geschmacksnuancen. Diese sind in Matcha reichlich vorhanden und reichen von herb, über süß bis hin zu grasig oder dem würzigen Umami-Geschmack.

4VERRÜHREN SIE DEN MATCHA MIT WASSER ZU EINER PASTE

Beim Aufschlagen von Matcha können sich durch die elektrostatische Anziehung kleine Klümpchen bilden. Um dies zu verhindern, können Sie den Matcha zuerst mit wenig Wasser zu einer glatten cremigen Paste verrühren.

5SCHLAGEN SIE DEN MATCHATEE SCHAUMIG

Für den perfekten Tee-Genuss muss Matcha mit dem Bambusbesen etwa 30 bis 60 Sekunden lang aufgeschlagen werden. Das Schlagen erfolgt locker aus dem Handgelenk, aber dennoch schnell und ruckartig. Profis empfehlen dabei nicht kreisförmig zu rühren, sondern ein „M“ oder ein „Z“ in das heiße Wasser zu schlagen. Durch das Schlagen bildet sich ein feiner Schaum mit kleinen Luftblasen. Ziel sollte es allerdings sein eine Schaumschicht mit wenigen großen Blasen zu schlagen.

Für den perfekten Matcha-Schaum benötigt man etwas Übung und muss den Einfluss der einzelnen Faktoren kennen. Dazu zählen die Qualität des Tees, die Technik des Schlagens und die Temperatur des Wassers.


Pflege der Matcha-Utenslilien

Matchabesen

Vor dem ersten Gebrauch sollte der Besen – sofern er aus Bambus ist – 10 bis 20 Minuten in heißem Wasser eingeweicht werden, um die Lamellen geschmeidiger zu machen. Dazu wird der Besen einfach in Wasser gestellt, damit das Holz geschmeidig wird. Wie oben erwähnt, sollte der Besen vor jedem Gebrauch für einige Minuten erneut eingeweicht werden.

Nach dem Gebrauch sollte der Besen an der Luft getrocknet werden und anschließend sauber und trocken – am besten kopfüber – aufbewahrt werden. Die Transportverpackung des Besens ist für eine Aufbewahrung übrigens genauso wenig geeignet, wie ein sogenannter Matchahalter.

Seien Sie nicht verunsichert, wenn die Borsten nach dem ersten Gebrauch nicht mehr so rund wirken, wie nach dem Kauf. Der Besen ist ein Naturprodukt und deswegen ist dies ganz normal.

Matchalöffel

Damit Sie lange an ihrem Matcha-Löffel Freude haben, wischen Sie den Bambuslöffel zur Reinigung nur trocken ab. Bei Nässe würde sich die Löffelspitze wieder gerade biegen.