Wie wird Matcha angebaut und hergestellt?

Bestimmt haben auch Sie sich schon über den hohen Preis von Matcha gewundert? Wenn man jedoch weiß, wie der exklusive Tee hergestellt wird, ist dies garnicht mehr so erstaunlich. Denn jeder einzelne Schritt ist eine hohe Kunst und für das Endergebnis von entscheidender Bedeutung.

Matcha Herstellung

1 Echter Matcha wird aus Tencha hergestellt

Tencha ist eine äußerst seltene Grünteesorte. Es dürfte ziemlich schwer sein, diese Sorte in Europas Geschäften zu erwerben. Ein Großteil der Tencha-Ernte wird nämlich direkt vor Ort zu Matcha verarbeitet. Aus diesem Grund kann man Tencha auch als Matcha-Vorstufe bezeichnen.

2 DIE Sträucher WERDEN vor der ERNTE beschattet

Es ist ziemlich wichtig, die Pflanzen drei bis vier Wochen vor der Erntezeit vor dem hellen Sonnenlicht zu schützen. Deswegen werden die Felder ab Anfang Mai mit Bambus-, Strohmatten oder Stoffnetzen abgedeckt. Auf diese Weise können die Teepflanzen im Schatten weiterwachsen.

Außerdem fördert dieser Schritt die Bildung von Chlorophyll. Und das ist der natürliche Pflanzenfarbstoff, welcher dem Tee später seine faszinierend grüne Farbe verleiht.  Es gibt aber noch einen weiteren Grund für die Abschirmung: Denn auf diese Weise wird die Bildung der bitteren Gerbstoffe gehemmt. Darum schmeckt Matcha so viel milder als grüner Tee.

Besonders an der Herstellung von Matcha ist außerdem, dass die Blätter ganze zwei Monate länger wachsen, als dies bei den meisten anderen Teesorten der Fall ist.

Matcha Anbau

3 NACH DER ERNTE WERDEN DIE BLÄTTER GEDÄMPFT

Nachdem der Tee geerntet wurde, muss er innerhalb von 24 Stunden gedämpft werden. So wird die Oxidation der Blätter verhindert. Sie würden sonst welken und braun werden. Anschließend kühlt man die Blätter ab und trocknet sie. Dabei reduzieren sich Gewicht und Volumen der Blätter.

4 Nur das Blattfleisch kommt in den Tee

Normalerweise werden die Blätter bei der Herstellung von herkömmlichen grünem Tee  gerollt, um die Blattzellen aufzubrechen. Das gesamte Blatt findet Verwendung.

Anders ist dies bei der Matcha-Produktion. Man verwendet nur die wertvollsten Teile des Blattes. Nach der Trocknung werden die Stiele, die Blattrippen und auch die Stängel der Blätter in einem aufwändigen Verfahren entfernt, so dass nur das sogenannte „Blattfleisch“ übrig bleibt.

5 Die Blätter werden in Steinmühlen gemahlen

Durch die extra-langsame Mahlung in Steinmühlen bleiben alle Inhaltsstoffe im Tee. Allerdings ist diese Form der Verarbeitung sehr zeitaufwändig. Um 30 Gramm Pulver zu erhalten, müssen die Mühlen eine ganze Stunde lang mahlen.

Dieser letzte Schritt geschieht übrigens nur bei Bedarf, denn sobald die Blätter pulverisiert wurden, verliert der Tee ziemlich schnell an Geschmack.


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