Ist Matcha gesünder als Grüner Tee?

Viele Tee-Liebhaber fragen sich, ob Matcha gesünder ist als Grüner Tee. Die Antwort liegt vor allem in der Art der Zubereitung der beiden Getränke. Denn diese unterscheidet sich deutlich.

Matcha Grüner Tee Vergleich

Beide Teesorten werden aus der „Camelia Sinensis“-Pflanze gewonnen

Wahrscheinlich haben auch Sie schon einmal gehört, dass sowohl Matcha als auch grüner Tee derselben Pflanzenfamilie entstammen. Dies gilt übrigens auch für schwarzen, gelben und weißen Tee. Daher verfügen die Blätter zunächst über ein ähnliches Spektrum an Nährstoffen. Bei der Herstellung, wie bei auch der Form der Zubereitung, gibt es jedoch große Unterschiede.

Grüntee ist ein Aufgussgetränk

Grüner Tee wird als Auszug getrunken. Doch im heißen Wasser lösen sich nur etwa dreißig bis fünfzig Prozent der Inhaltsstoffe, welche in den Blättern enthalten sind. So bleibt mindestens die Hälfte der Wirkstoffe in den Teeblättern. Diese werden nach der Ziehzeit jedoch wieder aus dem Tee gefiltert. Aus diesem Grund landen viele wertvolle Nährstoffe nicht im menschlichen Magen, sondern werden einfach weggeworfen.

Bei Matchatee wird das „gesamte Blatt“ getrunken.

Matchatee ist hier klar im Vorteil. Sein gesamtes Blattfleisch wird während der Herstellung zu feinem Pulver gemahlen. Matcha ist im Gegensatz zu vielen anderen Tees kein Aufgussgetränk. Daher sieht die Sache hier völlig anders aus. Das Pulver wird komplett in den Tee eingerührt und schaumig geschlagen. Somit bleiben die Wirkstoffe im fertigen Getränk enthalten. Daher kann der Körper auch  die fettlöslichen Vitamine und die wasserunlöslichen Mineralien und Ballaststoffe aufnehmen.

Eine Tasse Matcha enthält „mehr“ Blätter

Und es gibt noch einen weiteren, nicht zu vernachlässigenden Unterschied: Für Matchatee verwendet man in der Regel eine größere Menge Tee, als dies beim Aufguss von Grünem Tee der Fall ist. Ein handelsüblicher Teebeutel enthält circa 2g Grüntee. Für eine Tasse Matcha werden jedoch etwa 4g Pulver benötigt. Auch aus diesem Grund ist die Nährstoffdichte im fertigen Getränk wesentlich höher.