Weizengras – Alles Wissenswerte im Überblick


Was genau ist eigentlich Weizengras?
Ist Weizengras Weizen?

Als Weizengras werden die jungen Triebe der Weizenpflanze (Triticum aestivum L.) bezeichnet. Trotzdem ist Weizengras nicht gleich „Weizen“, daher ist die Unterscheidung zu anderen Weizenprodukten durchaus sinnvoll. Die Frucht der Weizenpflanze – Körner, die in langen Ähren zusammenstehen – ist allgemein für ihren hohen Brennwert und Kohlenhydratanteil bekannt und in der Form von Weizenmehl in unzähligen Produkten enthalten.

WeizengraspulverDas Weizengras hingegen hat einen relativ niedrigen Brennwert. Dafür ist es reich an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und vor allem Chlorophyll. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Stoffwechsel des jungen Weizenkeimlings in den ersten Wochen seines Lebens vor allem auf die Produktion von Cholrophyll ausgerichtet ist. Zusätzlich werden einfache Aminosäuren und Fruchtzucker gebildet, sowie Mineralien eingelagert; all die wertvollen Zutaten, die es der Pflanze erst ermöglichen, eine derart energiereiche Frucht zu produzieren.


Die Geschichte des Weizengrases

Weizengras gehört neben dem Gerstengras zu den wohl ältesten bekannten Kulturpflanzen. Beide Getreidearten zählen zur Familie der Süßgräser, welcher unter anderem auch Roggen, Weizen, Hafer und Hirse sowie Reis und Mais angehören. Die ältesten bekannten Weizensorten wurden bereits im 11. Jahrhundert im Orient kultiviert. Sie wurden. durch Selektion und später durch gezielte Kreuzung aus Wildgräsern gezüchtet. Es gilt als gesichert, dass es diese Kultivierung von Süßgräsern war, die dem Menschen die dauerhafte Seßhaftwerdung ermöglicht hat.

Betrachtet man diese enge Beziehung zum Weizen als Kulturpflanze, so verwundert es nicht, dass neben der nahrhaften Saat auch das Weizengras seit Menschengedenken als Heilmittel für unterschiedlichste Krankheiten und Beschwerden genutzt wird. So gibt es Überlieferungen von den alten Druiden, heilkundigen Chinesen bis hin zu moderneren Heilern wie Hildegard von Bingen, welche junges Weizengras als wirksames Kraut zu schätzen wussten.

Insbesondere in der chinesischen Kultur galten Weizengräser als stärkend und blutreinigend. Sogar die Ureinwohner Amerikas, denen kultivierter Weizen bis zum Kontakt mit den Europäern unbekannt war, nutzen Extrakte aus jungen Wildgräsern zur Heilung von Wunden sowie für Entgiftungszwecke.

Während in alten Zeiten sicherlich die Symbolik des jungen, schnell wachsenden, sattgrünen Grases eine Rolle gespielt haben dürfte und tatsächliche Heileffekte bestenfalls durch Erfahrung ermittelt werden konnten, wurde das Weizengras zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch unter wissenschaftlicheren Gesichtspunkten in seiner bekannten Wirkung bestätigt. So findet das Weizengras insbesondere für seinen überdurchschnittlich hohen Chlorophyllgehalt wieder verstärkt Beachtung im Bereich alternativer Behandlungsmethoden, wird aber auch im ganz allgemeinen Kontext einer ausgewogenen, gesunden Ernährung immer beliebter.


Was genau sind die Unterschiede zwischen Weizengras und Gerstengras?

Geschmacklich unterscheiden sich die beiden Süßgräser relativ deutlich. Gerstengras schmeckt kräftig und herb-würzig. Wogegen Weizengras etwas milder und leicht süßlich schmeckt. Ein weiterer Unterschied ist in der Wirkungsweise feststellbar: Gerstengras wirkt eher beruhigend auf den Körper, während sich Weizengras anregender und belebender bemerkbar macht. Dabei sind die Inhaltsstoffe ähnlich. Beide beinhalten einen ähnlichen Chlorophyllgehalt und eine hohe Zusammensetzung vieler Vitamine. Meist entscheidet der Geschmack über die Auswahl des bevorzugten Süßgrases. Für Smoothies die hauptsächlich süß und fruchtig schmecken sollen ist das mild-süßliche Weizengras die geeignete Wahl. Für grüne Smoothies, die herzhafter sein dürfen, eignet sich vor allem Gerstengras zum Abschmecken.

Da Weizengras stimulierend wirkt, ist die Einnahme hauptsächlich morgens empfehlenswert. Weizengrassaft am späten Nachmittag oder Abend kann bei besonders sensitiven Menschen für Probleme beim Einschlafen sorgen. In diesem Fall sollten Sie auf Gerstengras zurückgreifen, wenn sich der Tag dem Ende zuneigt.

Weizengras- und Gerstengraspulver sind auch sehr gut miteinander kombinierbar. Beide weisen eine hohe Bioverfügbarkeit auf und ergänzen sich in ihren Inhaltsstoffen wie den Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien.


Ist in Weizengras Gluten enthalten?

Das Weizengras als solches enthält kein Gluten. Wer allergisch auf Gluten reagiert oder unter einer Unverträglichkeit leidet, braucht sich also bei Süßgräsern keine Sorgen zu machen. Gluten ist ein Eiweiß, welches in unterschiedlichen Getreidearten vorkommt. In den Körnern und im Mehl ist es somit vorhanden. Dieses Eiweiß entsteht allerdings erst mit der Bildung des Samenkorns. Das Gras selbst beinhaltet noch kein Gluten, sofern es im frühen Wachstumsstadium geerntet wird.


Wie wird Weizengraspulver am besten angewendet?

Unsere Ernährungsgewohnheiten in den westlichen Breitengraden beinhalten viel Fett, Zucker und Salz. Da es sich bei dem Weizengraspulver um ein Produkt ohne weitere Zusätze handelt, ist die kräftige, grüne Farbe und der reine Geschmack am Anfang recht ungewohnt. Wer bereits grüne Smoothies mit Blattgrün in seine Ernährung integriert, der darf sich mit Süßgräsern über eine neue Geschmacksrichtung freuen. Nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung werden Grassäfte ebenso wie Blattgemüse als frisches „Grün“ empfunden.

Das Geschmackserlebnis für Neueinsteiger wandelt sich von einem möglicherweise erstem Gefühl„in einen Heuhaufen zu beißen“ zu aromatischen Erfrischungsgetränken und köstlichen Smoothies. Grundsätzlich ist in der Geschichte der menschlichen Ernährung der Verzehr von Süßgräsern schon lange verwurzelt und wird nach kurzer Zeit bereits als angenehm empfunden.

TIPPEinsteiger sollten Weizengraspulver mit frischen Säften kombinieren um sich an den unbekannten frischen Geschmack zu gewöhnen.

Weizengraspulver ist durch das Trocknungsverfahren sehr konzentriert. Ein Teelöffel vom getrockneten Weizengraspulver entspricht ungefähr einer ganzen Tasse frischem Weizengras. Wenn zuvor noch keine Erfahrung gesammelt wurde, empfehlen wir für die ersten Getränke ein Mischungsverhältnis von einem Glas Saft (0,25 l) und einem halben Teelöffel Pulver.

Weizengraspulver ist eine hochkonzentrierte Nährstoffbombe. Geben Sie Körper und Zunge etwas Zeit, sich an die Intensität von Süßgrassäften zu gewöhnen. Eine Steigerung der Dosis sollte nach dem eigenen Ermessen erfolgen. Gehen Sie dabei ganz nach Ihrem Geschmack. Unsere Empfehlung ist, drei mal täglich einen Teelöffel Weizengraspulver zu sich zu nehmen.

TIPPein genussvoller und energiereicher Start in den Tag gelingt mit einem morgendlichen grünen Weizengras-Smoothie!


Weizengras und seine Inhaltsstoffe

Die gute Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe von Weizengras ergibt sich aus der natürlichen, spezifischen Kombination aller Wirkstoffe. Dadurch kann der Körper die Nährstoffe gut aufnehmen und optimal verwerten. Das gilt nicht nur für Weizengras, sondern grundsätzlich für alle natürlichen Nahrungsmittel. Synthetisch hergestellte Vitamin- und Nährstoffpräparate sind weniger effektive Imitationen.

Viele Weizenprodukte werden aus dem Mehl der Körner hergestellt. Das Getreide selbst ist reich an Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und weiteren wertvollen Bestandteilen. Jedoch enthält das Getreide im Gegensatz zum Weizengras deutlich mehr Kohlenhydrate in Form von Stärke. Diese muss im Körper erst aufgespalten werden, damit diese Energie für uns nutzbar wird. Das unterscheidet sich weiter vom Korn zum Weizengras:

In der noch jungen Pflanze ist Malto-Dextrin der Lieferant für Energie. Dieses würde in einer späteren Wachstumsphase der Pflanze in Stärke umgewandelt. Für unseren Körper aber ist das Malto-Dextrin leichter verwertbar. Grundsätzlich sind die Inhaltsstoffe der Jungpflanze als Süßgras für unseren Körper leichter zu verdauen. Das gilt für die Proteine in Form von Aminosäuren sowie das gesamte Verhältnis zwischen Brennwert, Spurenelementen und Mineralstoffen.


Die wichtigsten Nährwerte und Ihre Funktionen auf einen Blick

Seine spezielle Nährstoffkombination machen Weizengras zu einer vollkommen natürlichen Quelle für Vitamin A, Vitamin B6, Folsäure und Biotin, sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Mangan.

15 g Weizengraspulver enthält 216,0 µg (27%*) Vitamin A.
Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft, einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Haut bei.

15 g Weizengraspulver enthält 63,3 µg (84%*) Vitamin K.
Vitamin K trägt trägt zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei.

15 g Weizengraspulver enthält 0,3 mg (25%*) Vitamin B6.
Vitamin B6 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zur normalen psychischen Funktion, zu einem normalen Homocystein- Stoffwechsel, zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zur Regulierung der Hormontätigkeit, zu einer normalen Cystein-Synthese, zu einem normalen Eiweiß- und Glycogenstoffwechsel  und zur normalen Bildung roter Blutkörperchen bei.

15 g Weizengraspulver enthält 70,5 µg (35%*) Folsäure.
Folat trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. und hat eine Funktion bei der Zellteilung. Es trägt außerdem zur normalen psychischen Funktion, zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel, zu einer normalen Aminosäuresynthese und zu einer normalen Blutbildung bei.

15 g Weizengraspulver enthält 12,0 µg (24%*) Biotin.
Biotin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur Erhaltung normaler Haare und zur Erhaltung normaler Haut bei.

15 g Weizengraspulver enthält 480,0 mg (24%*) Kalium.
Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen Muskelfunktion und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.

15 g Weizengraspulver enthält 3,5 mg (25%*) Eisen.
Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin, zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermü­dung bei. Zudem hat Eisen eine Funktion bei der Zellteilung.

15 g Weizengraspulver enthält 1,1 mg  (53%*) Mangan.
Mangan trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Bindegewebsbildung bei. Das Spurenelement trägt auch dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Desweiteren trägt es zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Nährwerte bei Naturprodukten unterliegen biologischen Schwankungen.
* Prozent der Nährstoffbezugswerte gemäß EU-Verordnung 1169/2011


Weizengras ist voller Chlorophyll

Etwas ganz Besonderes, was verloren ist, wenn wir nur das Korn betrachten, ist das im Gras enthaltene Chlorophyll. Es ist der Stoff, der sich als das saftige Blattgrün deutlich bemerkbar macht. Das „Blattgrün“ ist ein komplexes, photoreaktives Biomolekül. Nur Pflanzen mit hochspezialisierten Mikroorganismen können es bilden.

Dieses eine Biomolekül ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für 95% allen Lebens auf der Erde. Denn Chlorophyll macht die Photosynthese erst möglich. Hierbei werden die Sonnenstrahlen in Energie umgewandelt, um einfaches Kohlendioxyd in komplexere Kohlenhydrate umzuwandeln. Bei diesem Vorgang wird Sauerstoff freigesetzt, ohne den das Leben hier auf unserem Planeten nicht möglich wäre.


Der Anbau und die Ernte von selbstgezogenem Weizengras

Damit jeder weiß, welche wundersame Energie in dem Weizenkorn steckt, sollte es zumindest jeder einmal versuchen, Weizengras selbst anzubauen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist hochwertiges Saatgut, welches in vielen Bioläden oder Reformhäusern erhältlich ist.

Wer Weizengras in den eigenen vier Wänden ziehen möchte, kann das mit und ohne Erde tun. Da sich aber in warmen, weniger belüfteten Räumen schnell und unbemerkt Schimmel in der Erde bilden kann, ist es ratsam, Weizen in Hydrokultur anzubauen – also ohne Erde. Alle Nährstoffe und Mineralien, die das Gras in den ersten Wochen zum Wachsen braucht, stecken bereits in dem Korn. Bei regelmäßiger Wasserzufuhr wächst das Weizengras problemlos fünfzehn bis zwanzig cm.

Der Anbau auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten kann in Erde erfolgen, wenn das überschüssige Gießwasser gut abfließen kann. Hierbei sollte hochwertige Gartenerde ohne Zusatz von Düngemitteln verwendet werden, die für Nutzpflanzen geeignet ist. Der Anbau in Erde hat mehrere Vorteile: Die Feuchtigkeit wird besser gehalten und es muss nicht so häufig gegossen werden. Außerdem erhält das Weizengras eine bessere Nährstoffversorgung aus der Erde. Es wächst kräftiger, nach der Ernte wächst es schneller nach und das erntereife Gras bleibt zudem länger frisch. Spätestens nach drei Wochen sollte auch in Erde gezogenes Gras verwertet werden, da sich in den nächsten Wachstumsphasen die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ändert, beziehungsweise die hochwertigen Inhaltsstoffe von der Pflanze selbst für die Fruchtbildung verwendet wird.


Der Anbau von Weizengras Schritt für Schritt erklärt

1 Die Weizenkörner werden über Nacht in Wasser eingeweicht. Da der Samen etwas aufquillt, sollte reichlich Wasser verwendet werden. Bei dem Quellvorgang werden sogenannte „Hemmstoffe“ aus dem Korn geschwemmt und das Wasser sollte am nächsten Tag weggegossen werden. Nun noch einmal die Körner mit frischem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

2 Die eingeweichten Körner nun gleichmäßig in eine flache Schüssel oder einen tiefen Teller geben. Die Schicht sollte in etwa 2-4 cm dick sein. So kann die Feuchtigkeit etwas besser gehalten werden und verdunstet nicht so schnell.

Weizen ist ein Dunkelkeimer, daher sollte das Gefäß abgedeckt werden. Außerdem schützt auch die Abdeckung vor Verdunstung des Wassers. Es sollte lediglich ein Luftaustausch möglich sein, also das Gefäß nicht luftdicht verschließen. So wird die Bildung von Schimmel, Moosen oder anderen Mikroorganismen gehemmt. Dazu entweder eine Folie verwenden und mit Löcher versehen, oder zwischen eine Abdeckung ein Streichholz klemmen oder Ähnliches.

3 Das Gefäß nun abgedeckt an einen warmen Ort platzieren. Ein bis zweimal am Tag sollte die Abdeckung zum Lüften abgenommen werden und zum Gießen wird am einfachsten eine Sprühflasche mit Leitungswasser verwendet. Anfeuchten ist dabei ausreichend, es sollte keine Pfütze unter den Weizenkörnern stehen. Außerdem sollte auf Schimmelbildung geachtet werden.

4 Schon nach wenigen Tagen keimen die Körner. Jetzt kann die Abdeckung entfernt werden oder durch eine Lichtdurchlässige ersetzt werden. Im Idealfall werden die jungen Pflanzentriebe langsam an die neue Umgebung gewöhnt, da sie weniger Luftfeuchtigkeit genießen und mehr Licht erhalten. Werden sie im Gefäß in der Wohnung gezogen, sollten sie nun auch an einen helleren Ort gestellt werden, trotzdem bitte direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Die Saat würde schnell austrocknen bzw. Schaden nehmen.

Weiterhin zwei bis dreimal täglich leicht mit Wasser besprühen, um die Grundfeuchtigkeit ohne Staunässe beizubehalten.

5 Der Anbau auf Balkon, Terrasse oder im Garten ist mit flachen Pflanzschalen recht einfach. Diese werden mit etwa 4 bis 6 cm Erde befüllt. Es sollte darauf geachtet werden, dass überschüssiges Wasser abfließen kann.

Die keimende Saat wird nun in einer 1 bis 2 cm dicken Schicht auf der Erde verteilt. Diese wird anschließend mit ausreichend Wasser besprüht. Um die Verdunstung einzuschränken kann das Pflanzgefäß für die nächsten ein bis zwei Tage noch mit einer Folie abgedeckt werden. Auch Hierbei sollte auf ausreichende Luftlöcher geachtet werden. Die Saat nicht mit Erde abdecken, um Schimmelbildung möglichst zu vermeiden. Die Wurzeln der Keimlinge finden den Weg ins Erdreich.

6 Im Licht wachsen die kleinen Sprösslinge sehr schnell heran. Schon nach etwa zehn bis zwölf Tagen ist es zu saftigem, grünen Süßgras herangewachsen und es misst mittlerweile 15 bis 20 cm. Jetzt ist Erntezeit! Mit einer Schere oder einem scharfen Messer kann das Gras über dem Erdreich beziehungsweise über den Wurzeln abgeschnitten werden. Hierbei auf Schimmel oder Fäulnis achten. Ist das Weizengras ohne Erde gewachsen, kann es noch etwa vier bis fünf Tage weiterwachsen. Weizengras in Erde kann noch etwas länger stehen bleiben.

7 Mit einem Entsafter erhalten Sie einen reinen, frischen und kräftigen Weizengrassaft. Mit einem Mixer kann auch mit anderen Zutaten ein grüner Smoothie zubereitet werden. Für den Anfang empfehlen wir als Dosierung eine gute Hand voll frisches Weizengras pro Tag.

TIPP Immer nur so viel Weizengras ernten, wie verzehrt wird. So kann über ein paar Tage hinweg immer frisches Süßgras geerntet werden!


Wie wird Weizengras am besten entsaftet?

Für reinen Weizengrassaft kann ein geeigneter Entsafter ein hervorragendes Werkzeug sein, das Gras zu Saft zu pressen. Um ein köstliches Getränk zuzubereiten kann zum Beispiel ein Apfel oder eine Orange mit dem Gras zusammen gepresst werden. Es verbessert die Konsistenz des Saftes, rundet den kräftigen Geschmack noch etwas ab und bringt ein nährstoffreiches, vitaminhaltiges, leckeres Getränk hervor.

Die Fasern des Süßgrases sind nicht verdaulich und können daher als nützliche Ballaststoffe die Darmtätigkeit anregen. Es wirkt dabei regulierend und reinigend. Dazu wird das Gras in einem Mixer püriert, mit Fruchtsäften aufgegossen und noch einmal gemixt.


Was ist besser – frisches Weizengras oder Weizengraspulver?

Frisches Weizengras ist teilweise vorgezogen im Reformhaus erhältlich oder kann – wie oben Schritt für Schritt beschrieben – in den eigenen vier Wänden selbst angebaut werden. Die Qualität ist meist relativ gut, jedoch sind die von Reformhäusern vorgezogenen Weizengräser unter künstlichem Licht gewachsen. Dies ist zwar förderlich für die Frische der Süßgräser, ist aber grundsätzlich nicht sehr umweltfreundlich.

Ein möglicher Nachteil von getrocknetem Weizengraspulver ist die oft sehr schwere Beurteilung der Qualität. Für Laien ist kaum zu erkennen, wie schonend getrocknetes Weizengraspulver auszusehen hat. Die Möglichkeit von Schimmel ist im professionellen Anbau zwar geringer als im Eigenanbau, doch können die nachfolgenden Schritte problematisch sein. Bei unsachgemäßer Lagerung, falscher Trocknung und Verpackung kann es zu erheblichen Unterschieden in der Qualität kommen. Grundsätzlich ist daher von Schnäppchen und  Produkten von No-Name Herstellern abzuraten. Markenhersteller achten auf eine konstant hohe Produktqualität und gewährleisten dies durch regelmäßig durchgeführte Produkttests.

Frisches Weizengras beinhaltet natürlich mehr Chlorophyll – das saftige Pflanzengrün. Es ist zudem etwas auffälliger in der Farbe. Natürlich ist ein frisches Produkt dem getrockneten zunächst vorzuziehen, allerdings gleichen sich die Inhaltsstoffe von Pulver je nach Menge wieder aus. In frischem Weizengras ist der Vitamin- und Chlorophyllgehalt relativ hoch, aber ebenso der Wassergehalt von 70 bis 80%. Weizengras in getrockneter Form bietet hingegen eine sehr viel konzentriertere Form der Inhaltsstoffe.

TIPP Ein halber Teelöffel Weizengraspulver bietet mehr Vitamine und Mineralien als eine gute Hand voll frischem Weizengras. Eine etwas geringere Menge an Chlorophyll, Vitaminen und Mineralien kann ganz schnell mit etwas mehr Pulver ausgeglichen werden. Zudem ist das Pulver einfacher zu dosieren als frisches Weizengras.


Weizengraspuler als praktische Alternative zu frischem Weizengras


Um frisches Weizengras zu züchten benötigen Sie täglich ein wenig Aufwand und es ist nicht lange haltbar. Wer es für den regelmäßigen Konsum stetig frisch züchten will, der muss bereits alle paar Tage neue Samen für die Zucht einweichen um laufend ernten zu können. Dies ist zwar möglich, doch nicht besonders leicht in den Alltag zu integrieren. Ausprobieren sollte es jeder einmal, um sich davon zu überzeugen, welche Kraft in einem Korn steckt. Es ist interessant zu beobachten, dass es bloß mit etwas Wasser und Licht zwanzig Zentimeter wachsen kann.

Praktischer ist auf jeden Fall das Weizengraspulver und es ist eine hervorragende Alternative zu frischem Süßgras. Lichtgeschützt und trocken gelagert ist es auch nach dem Öffnen mehrere Wochen haltbar. Es steht für einen Smoothie schnell zur Verfügung und muss nicht ständig geerntet werden. Es ist flexibler einsetzbar und kann auch für unterschiedliche Speisen, Soßen und Dressings verwendet werden. Beim Einsatz des Pulvers sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt!

TIPP Weizengraspulver kann jeder Speise und jedem Getränk nach Belieben zugegeben werden und fügt diesem eine süßlich-grasige Note hinzu. Wie bei allen anderen Zutaten ist eine schonende Zubereitung wichtig, um eventuelle Verluste an Vitaminen und Nährstoffen so gering wie möglich zu halten. Geben Sie das Weizengraspulver daher erst nach dem Erhitzen der Speisen hinzu. Beispielsweise als Gewürz für Gemüsepfannen sollten Sie Weizengraspulver erst nach dem Kochen kurz vor dem Anrichten darüber streuen.

Rezepte mit Weizengras

Cremiger Bananen-Smoothie

Dieses Rezept mit fruchtigem Ananassaft und exotischer Kokosmilch ist besonders für Einsteiger geeignet.

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Grüner Kiwi-Birnen-Smoothie

Kiwis, Weizengraspulver und saftige Birnen ergänzen sich wunderbar zu einer fruchtig-leichten Smoothie-Komposition.

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