Weizengras – Informationen im Überblick

Weizengras ist zur Zeit in aller Munde. Doch was ist das eigentlich? Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen, rund um das beliebte Superfood.

 

Was genau ist eigentlich Weizengras? Ist Weizengras Weizen?

Als Weizengras werden die jungen Triebe der Weizenpflanze (Triticum aestivum L.) bezeichnet. Trotzdem ist Weizengras nicht gleich „Weizen“, daher ist die Unterscheidung zu anderen Weizenprodukten durchaus sinnvoll. Die Frucht der Weizenpflanze – Körner, die in langen Ähren zusammenstehen – ist allgemein für ihren hohen Brennwert und Kohlenhydratanteil bekannt und in der Form von Weizenmehl in unzähligen Produkten enthalten.

weizengraspulver

Das Weizengras hingegen hat einen relativ niedrigen Brennwert. Dafür ist es reich an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und vor allem Chlorophyll. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Stoffwechsel des jungen Weizenkeimlings in den ersten Wochen seines Lebens vor allem auf die Produktion von Cholrophyll ausgerichtet ist. Zusätzlich werden einfache Aminosäuren und Fruchtzucker gebildet, sowie Mineralien eingelagert; all die wertvollen Zutaten, die es der Pflanze erst ermöglichen, eine derart energiereiche Frucht zu produzieren.

 

Die Geschichte des Weizengrases

Weizengras gehört neben dem Gerstengras zu den wohl ältesten bekannten Kulturpflanzen. Beide Getreidearten zählen zur Familie der Süßgräser, welcher unter anderem auch Roggen, Weizen, Hafer und Hirse sowie Reis und Mais angehören. Die ältesten bekannten Weizensorten wurden bereits im 11. Jahrhundert im Orient kultiviert. Sie wurden. durch Selektion und später durch gezielte Kreuzung aus Wildgräsern gezüchtet. Es gilt als gesichert, dass es diese Kultivierung von Süßgräsern war, die dem Menschen die dauerhafte Seßhaftwerdung ermöglicht hat.

Betrachtet man diese enge Beziehung zum Weizen als Kulturpflanze, so verwundert es nicht, dass neben der nahrhaften Saat auch das Weizengras seit Menschengedenken als Heilmittel für unterschiedlichste Krankheiten und Beschwerden genutzt wird. So gibt es Überlieferungen von den alten Druiden, heilkundigen Chinesen bis hin zu moderneren Heilern wie Hildegard von Bingen, welche junges Weizengras als wirksames Kraut zu schätzen wussten.

Insbesondere in der chinesischen Kultur galten Weizengräser als stärkend und blutreinigend. Sogar die Ureinwohner Amerikas, denen kultivierter Weizen bis zum Kontakt mit den Europäern unbekannt war, nutzen Extrakte aus jungen Wildgräsern zur Heilung von Wunden sowie für Entgiftungszwecke.

Während in alten Zeiten sicherlich die Symbolik des jungen, schnell wachsenden, sattgrünen Grases eine Rolle gespielt haben dürfte und tatsächliche Heileffekte bestenfalls durch Erfahrung ermittelt werden konnten, wurde das Weizengras zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch unter wissenschaftlicheren Gesichtspunkten in seiner bekannten Wirkung bestätigt. So findet das Weizengras insbesondere für seinen überdurchschnittlich hohen Chlorophyllgehalt wieder verstärkt Beachtung im Bereich alternativer Behandlungsmethoden, wird aber auch im ganz allgemeinen Kontext einer ausgewogenen, gesunden Ernährung immer beliebter.

 

Was ist der Unterschied zwischen Weizengras und Gerstengras?

Im Gegensatz zum herb-würzigen Gerstengras, welchem ein eher beruhigender Effekt nachgesagt wird, schmeckt Weizengras eher mild und süßlich. Seine Wirkung wird oft als anregend und belebend wahrgenommen. Da beide Gräser einen ähnlichen Chlorophyll- und hohen Vitamingehalt aufweisen, ist die Entscheidung zwischen Weizen- und Gerstengras eher eine Geschmacksfrage. Zum Beispiel für Smoothies empfiehlt sich zu fruchtigen Kombinationen eher das mildere Weizengras, wohingegen herzhaftere Rezepte („grüne Smoothies“) gut mit dem würzigeren Gerstengras abgeschmeckt werden können.

Natürlich können Weizengras- und Gerstengraspulver aber auch sehr gut miteinander kombiniert werden. Ihre natürlichen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente, ergänzen sich gegenseitig und weisen eine hohe Bioverfügbarkeit auf. Da Weizengras – wie bereits beschrieben – auf viele Menschen eine stimulierende und anregende Wirkung hat, was zum Beispiel für einen Frühstückssmoothie optimal ist, empfehlen wir stimulanzfühligen Menschen nachmittags und abends vorzugsweise die Verwendung von Gerstengraspulver.

 

Wie sollte ich Weizengraspulver am besten anwenden?

Da die westliche Nahrungsmittelindustrie ihre Kunden eher auf Fett, Zucker und Salz konditioniert, ist es nicht ungewöhnlich, dass die grüne Farbe und der Geschmack des Graspulvers gerade anfangs manchem Anwender ungewohnt erscheint. Freunde von Säften aus Spinat und Blattgemüsen werden die natürlich-grasige Note zu schätzen wissen. Bei allen anderen kann eine Phase der Eingewöhnung nötig sein. Viele Erstanwender, die das Geschmackserlebnis anfänglich als „Gefühl, in einen Heuhaufen zu beissen“ beschreiben, empfinden Weizengras bereits nach einigen Tagen konstanter Einnahme als „frisch und aromatisch“. Vermutlich, da das Geschmacksspektrum frischer Gräser tief in der natürlichen Ernährung des Menschen verwurzelt ist, sind fast keine Fälle bekannt, bei denen der Geschmack von Weizengras dauerhaft als unangenehm empfunden wird.

Tipp: Kombiniert man Weizengraspulver mit frischen Säften, entsteht ein Getränk, das auch fast jeden Graspulver-Neuling voll überzeugen wird!

weizengraspulver

Wenn Sie mit Graspulvern noch keine Erfahrungen haben, empfehlen wir, die Einnahme mit einem halben Teelöffel Weizengraspulver auf ein Glas Saft (0,25 l) zu beginnen. Das mag für ein Naturprodukt wenig erscheinen, jedoch ist getrocknetes Weizengraspulver durch die Trocknung konzentriert. Ein Teelöffel getrockneten Pulvers entspricht in etwa einer Tasse frischem Weizengras.

Geben Sie also Ihrer Zunge, sowie ihrem Magen und Körper ein wenig Zeit, sich an die hochkonzentrierten Nährstoffbomben zu gewöhnen. Wenn Sie die Dosierung steigern möchten, empfiehlt es sich grundsätzlich, bei der Menge ganz nach Geschmack und Gefühl vorzugehen. Wir empfehlen, dreimal täglich einen Teelöffel Weizengras Pulver einzunehmen. Diese empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.

Tipp: Viele trinken „grüne“ Weizengras-Smoothies, um so genussvoll und voller Energie in den Tag zu starten!

 

Enthält Weizengras Gluten?

Gute Nachrichten für Allergiker und alle mit Glutenunvertäglichkeit: Weizengras enthält kein Gluten! Obwohl Weizenprodukte berüchtigt für ihren Glutengehalt sind, gilt dies nur, solange die Körner oder das Mehl verarbeitet werden. Gluten ist ein natürliches Eiweiß, welches von der Weizenpflanze erst in der Saatbildungsphase produziert und in den Ähren/Körnern eingelagert wird. Im frühen Wachstumsstadium des Weizen, in dem er als Weizengras geerntet wird, ist noch kein Gluten in der Pflanze vorhanden.

 

Inhaltsstoffe von Weizengras

Wie bei natürlichen Nahrungsmitteln generell ist es auch hier die spezifische Kombination aller Wirkstoffe, die dafür sorgt, dass sie für den Körper gut aufzunehmen sind und optimal verwertet werden können. Ein Zusammenspiel, das von synthetischen Vitamin- und Wirkstoffpräparaten oft nicht befriedigend imitiert werden kann.

Und genau in diesem Punkt unterscheidet sich Weizengras auch von den meisten landläufigen Weizenmehlprodukten, welche aus der Saat, also den Körnern der Weizenpflanze gewonnen werden. Tatsächlich ist das Getreide der Weizenpflanze weit kalorienhaltiger als ihr Gras. Obwohl auch die Körner reich an Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und anderen wertvolle Bestandteilen sind, stammt der höhere Nährwert jedoch zum größten Teil von Kohlenhydraten in Form von Stärke. Diese Stärke muss vom Körper in der Verdauung aufgespalten werden, um sich ihren Energiegehalt nutzbar zu machen.

Im jungen Weizengras hingegen liegt die Energie noch in Form von Malto-Dextrin vor, welches von der jungen Pflanze noch nicht zu Stärke umgewandelt wurde und so für den Körper leichter verfügbar ist. Aber nicht nur die Kohlenhydrate unterscheiden sich zwischen Weizengras und Weizenkorn. Proteine in Form von Aminosäuren und das allgemeine Verhältnis zwischen Brennwert, Mineralstoffen und Spurenelementen schafft optimale Voraussetzungen für eine leichte Verdauung und gute Auswertung.

 

Vitamine und Spurenelemente im Einzelnen

Seine spezielle Nährstoffkombination machen Weizengras zu einer vollkommen natürlichen Quelle für Vitamin A, Vitamin B6, Folsäure und Biotin, sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Mangan.

Vitamin A

15g Weizengraspulver enthalten 27% des Tagesbedarfs an Vitamin A.*

Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Vitamin A trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.

Vitamin B6

15g Weizengraspulver enthalten 25% des Tagesbedarfs an Vitamin B6.*

Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Vitamin B6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin B6 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.

 

Folsäure

15g Weizengraspulver enthalten 35% des Tagesbedarfs an Folsäure.*

Folat trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Folat hat eine Funktion bei der Zellteilung. Folsäure trägt zur normalen psychischen Funktion bei. Folat trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Folat trägt zu einer normalen Blutbildung bei.

Biotin

15g Weizengraspulver enthalten 24% des Tagesbedarfs an Biotin.*

Biotin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.

Kalium

15g Weizengraspulver enthalten 24% des Tagesbedarfs an Kalium.*

Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Kalium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.

Eisen

15g Weizengraspulver enthalten 25% des Tagesbedarfs an Eisen.*

Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei. Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei. Eisen trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermü­dung bei. Eisen hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Mangan

15g Weizengraspulver enthalten 53% des Tagesbedarfs an Mangan.*

Mangan trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Mangan trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei. Mangan trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Mangan trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

15g Weizengraspulver enthalten 84% des Tagesbedarfs an Vitamin K.*

Vitamin K trägt trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.

 

* Nährwerte bei Naturprodukten unterliegen biologischen Schwankungen.

 

Chlorophyll im Weizengras

Zudem birgt der Weizen, im Stadium als junges Gras, noch einen ganz besonderen Schatz, das Chlorophyll. Dieser als „Blattgrün“ bekannte Stoff ist ein komplexes, photoreaktives Biomolekül, welches nur von grünen Pflanzen und einigen wenigen hochspezialisierten Mikroorganismen gebildet werden kann. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass dieses Molekül eine wesentliche Grundvoraussetzung für 95% allen bekannten Lebens auf unserem Planeten darstellt, da Chlorophyll die wesentliche Komponente der Photosynthese ist. Jenes erstaunlichen Prozesses, der es Pflanzen ermöglicht, Sonnenenergie zu nutzen um einfaches Kohlendioxid in komplexe Kohlenhydrate umzuwandeln und dabei Sauerstoff freizusetzen.

 

Weizengras anbauen und selbst ernten

Interessierte, Enthusiasten und Alle, denen es nicht frisch genug sein kann, können das „Powergras“ natürlich auch selbst anbauen! Wichtige Voraussetzung für den Anbau ist zunächst hochwertiges Weizensaatgut, welches jedoch in den meisten Reformhäusern oder Bioläden erhältlich sind. Weizengras kann mit oder ohne Erde angebaut werden, mit verschiedenen Vor und Nachteilen. Grundsätzlich empfehlen wir Anfängern und Allen, die ihr Weizengras in der Wohnung ziehen, die Zucht ohne Erde. In (meist warmen, mäßig belüfteten) Wohnräumen kann sich in Gartenerde leicht unbemerkt Schimmel bilden und die Erde kann zu einem Nährboden für Keime werden. Da das Weizenkorn alle Mineralien und Nährstoffe enthält, die das junge Weizengrass in den ersten Wochen braucht, ist eine Zucht auch ohne Erde möglich.

weizengras anbauen

Beim Anbau auf der Terrasse oder im Garten ist die Verwendung von Erde weniger problematisch, solange überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Verwenden Sie nur hochwertige Gartenerde, die für die Zucht von Nutzpflanzen vorgesehen ist, möglichst ohne Zusatz von Düngemitteln. Der Anbau auf Erde hat verschiedene Vorteile; neben einer gleichmäßigen Versorgung mit Feuchtigkeit können die jungen Triebe des Weizengrases auch Nährstoffe aus dem Boden ziehen, womit das Weizengras etwas kräftiger wächst und auch nach Erreichen der Erntereife noch länger frisch bleibt und besser nachwächst. Da die Weizenpflanze jedoch ab einem gewissen Zeitpunkt beginnt ihren Stoffwechsel umzustellen, empfehlen wir, auch auf Erde gezogenes Weizengras nach spätestens 3 Wochen durch frisch gezogenes zu ersetzen.

 

Schritt für Schritt-Anleitung für den Anbau von Weizengras

  1. Lassen Sie die Weizensaat über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Gießen Sie am Folgetag überschüssiges Wasser ab und spülen Sie die Körner mit reichlich frischem, nicht zu kalten Wasser ab.
  2. Verteilen Sie die abgetropfte Saat gleichmässig in einer flachen Schüssel oder einem tiefen Teller zu einer ca. 2-4cm dicken Schicht. Die Schicht sollte stark genug sein, dass Feuchtigkeit nicht zu schnell verdunstet, aber nicht so stark, dass sich im unteren Bereich unbemerkt Schimmel bilden kann. Decken Sie den Teller oder die Schüssel mit Folie oder einem anderen Teller ab, um die Feuchtigkeit in der Saat besser zu halten. Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht wichtig, dass die Saat Licht bekommt, eine dunkle Abdeckung kann sogar helfen die Bildung von Moosen und anderen unerwünschten Mikroorganismen zu hemmen. Eine Folie sollte mit ein paar kleinen Luftlöchern versehen werden, wenn Sie die Pflanzschale mit einem Teller abdecken, ist ein Streichholz unter dem Rand ein guter Trick um minimalen Gasaustausch zu ermöglichen.
  3. Stellen Sie Ihr abgedecktes Pflanzgefäss an eine warmen Ort. Entfernen Sie die Abdeckung 1-2 mal am Tag und ersetzen Sie verdunstete Feuchtigkeit, in dem Sie das Saatgut mit frischem Wasser einsprühen. Es sollten sich hierbei keine Stellen mit stehendem Wasser bilden. Achten Sie auf etwaige Schimmelbildung.
  4. Nach einigen Tagen sollten die meisten Körner gekeimt haben und Sie können die Abdeckung entfernen, bzw. durch eine lichtdurchlässige Abdeckung ersetzten. Idealerweise ermöglichen Sie den zarten Pflänzchen, sich nach und nach an die (geringere) Luftfeuchtigkeit ohne Abdeckung zu gewöhnen, in dem Sie z.B. Luftlöcher vergrößern oder die Abdeckung zunächst nur teilweise entfernen. Für die Zucht in der Wohnung: Stellen Sie Ihre Pflanzschale an einen hellen Ort. Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung sollten im Sommer vermieden werden, damit die Saat nicht zu schnell austrocknet. Ersetzen Sie verbrauchte Feuchtigkeit wie gewohnt mit frischem Wasser aus der Sprühflasche.
    Bei Anbau mit Erde auf der Terrasse oder im Garten: Ideal für den Anbau im Freien sind flache Pflanzschalen, die mit einer Erdschicht von 4-6cm befüllt werden. Wichtig ist aber, dass überschüssiges Giess- oder Regenwasser problemlos ablaufen kann. Verteilen Sie die keimende Saat in einer 1-2cm Schicht an der Oberfläche. Besprühen Sie die Saat gründlich mit Wasser. Um ein zu rasches Austrocknen der Saat zu verhindern, kann das Pflanzgefäss noch 1-2 Tage mit einer transparenten Folie (mit Luftlöchern) abgedeckt werden. Die Saatschicht sollte nicht mit Erde abgedeckt werden, um die Gefahr von Saatfäule zu vermindern – die Wurzeln finden ihren Weg ins Erdreich ganz von alleine.
  5. Die Sprößlinge sollten sich im Licht rasch entwickeln, nach etwa 10-12 Tagen zu saftig-grünem Gras herangewachsen sein und eine Höhe von ca. 10-20cm erreicht haben. Nun können Sie – mit einem scharfen Messer oder einer Schere – mit der Ernte beginnen. Ohne Erde oder Substrat gezogenes Weizengras kann nach Erreichen der Erntereife noch bis zu 4-5 Tage weiterwachsen, auf Erde gezogenes Weizengrass etwas länger. Um Gesundheitsrisiken vorzubeugen sollte die Pflanzschale regelmäßig auf Schimmel und Fäulnis überprüft werden.
  6. Pressen Sie Ihr frisches Gras im Entsafter zu Weizengrassaft, oder verarbeiten Sie es einfach im Mixer zu einem grünen Smoothie. Als guter Ausgangspunkt für die Dosierung empfehlen wir, mit nicht mehr als einer guten Handvoll frischem Weizengras pro Tag zu beginnen.
Tipp: Ernten Sie nur soviel Weizengras, wie Sie in diesem Moment konsumieren wollen. Der Rest bleibt frisch und wächst nach!

 

Wie entsaftet man Weizengras am besten?

Ein Entsafter kann, wie schon angedeutet, ein hervorragendes Werkzeug sein um frisches Weizengras zu Saft zu verpressen. Der einfachste Weg zu einem köstlichen Getränk ist hierbei, mit dem Weizengras gleich einen Apfel, Orangen oder Ähnliches in den Entsafter zu geben – dies führt neben einem runderen Geschmackserlebnis auch zu einer verbesserten Konsistenz des Saftes.
Wenn Sie die nützlichen Fasern und Ballaststoffe von frischem Weizengrases nutzen wollen, empfiehlt sich das Gras zunächst im Mixer grob zu pürrieren und dann mit frischem Fruchtsaft zu vermixen.

 

Frisches Weizengras vs. Weizengraspulver

Frisches Weizengras kann – wie oben beschrieben – selbst angebaut, aber teilweise auch vorgezüchtet im Reformhaus erworben werden. Die Qualität von letzterem ist zwar meist relativ gut, allerdings ist zu beachten, dass die Weizengras-Töpfe aus dem Reformhaus oft unter Kunstlicht gezüchtet werden – das ist zwar gut für die Frische, aber schlecht für die Umwelt.

Ein Nachteil des getrockneten Weizengraspulvers ist, dass seine Qualität für Laien oft nur schwer zu beurteilen ist. Zwar ist das Risiko von z.B. Schimmelbildung bei professionell landwirtschaftlich gezüchtetem Weizengras grundsätzlich nicht so groß wie im Eigenanbau, jedoch kann es durch unsachgemäße Lagerung, Trocknung und Verpackung zu teils erheblichen Qualitätsunterschieden kommen. Für den Verbraucher empfiehlt es sich daher, von allzu billigen No-Name-Schnäppchen abzusehen und im Zweifelsfall auf Markenhersteller zurückzugreifen, welche eine konstante Produktqualität durch regelmäßige Tests gewährleisten können.

Natürlich ist frisches Weizengras im Chlorophyllgehalt nicht zu schlagen und eignet sich zusätzlich als tolle Dekoration für frische Smoothies und Speisen. Auch liegt es nahe zu glauben, dass ein frisches Produkt immer „besser“ sein müsste als ein Getrocknetes. Hierbei ist jedoch Folgendes zu beachten: Zwar ist der Chlorophyll- und Vitamingehalt bei frischem Weizengras zwangsläufig höher als in der getrockneten Form – andererseits besteht es aber auch zu 70-80% aus Wasser, welches im Pulver nicht mehr enthalten ist. So entspricht etwa eine gute Hand voll frischem Weizengras weniger als einem halben Teelöffel des getrockneten Produkts. Der geringfügig niedrigere Chlorophyll- und Vitamingehalt des Weizengraspulvers kann also sehr leicht durch eine minimal erhöhte Dosierung ausgeglichen werden.

 

Weizengraspuler als praktische Alternative zu frischem Weizengras

Betrachtet man zusätzlich die geringe Haltbarkeit frischen Weizengrases und den relativen Aufwand, es zu züchten, so stellt Weizengraspulver in jedem Fall eine hervorragende Alternative zu frischem Weizengras dar. In einem luftdichten Behälter trocken und lichtgeschützt gelagert, kann Weizengraspulver nach dem Öffnen für mehrere Wochen haltbar bleiben und steht jederzeit für einen schellen Smoothie zur Verfügung. Durch die Pulverform ist getrocknetes Weizengras zudem etwas flexibler einsetzbar. So können Sie Weizengraspulver nicht nur Smoothies, sondern auch als Toping für verschiedenste Gerichte, für Dressings und vieles mehr verwenden – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Tipp: Grundsätzlich lässt sich Weizengrasspulver für nahezu jede Speise verwenden, die mit seiner süsslich-grasigen Note harmoniert. Es sollte jedoch auf ein übermäßiges Erhitzen verzichtet werden, um den Chlorophyll- und Vitamingehalt des Weizengraspulvers zu erhalten. Warme Speisen wie z.B. Gemüsepfannen können nach dem Kochen / beim Anrichten mit Weizengraspulver verfeinert werden.

 

 

 

Unser Weizengras-Sortiment