Was ist eigentlich Spirulina?

Die Power-Alge gilt nicht nur als eines der nährstoffreichsten Lebensmittel überhaupt, sie zählt auch zu den ältesten Lebensformen der Welt. Schon die Ureinwohner Afrikas und Mexikos machten sich ihre positiven Eigenschaften zu Nutze. Grund genug, Spirulina mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Spirulina

Alles Leben kommt aus dem Wasser

Vor etwa 3,5 Millionen Jahren entstand in den Tiefen der Meere der Ursprung unseres Lebens. Aus ersten organischen Verbindungen bildeten sich Einzeller und schließlich auch komplexere Lebewesen. Eine der ganz frühen Bewohnerinnen unseres Planeten ist Spirulina. Die blaue Mikroalge ist mitverantwortlich für die Produktion von Sauerstoff in unserer Atmosphäre. Und dies ist einer der Faktoren, der die Entstehung von Leben auf unserer Erde überhaupt erst ermöglichte.

In der Natur findet man Spirulina in flachen und warmen Seen mit basischem, mineralstoffreichen Wasser

Spirulina ist eine Süßwasseralge. Bei intensiver Sonneneinstrahlung und Temperaturen zwischen 40° und 50° Celsius fühlt sie sich am wohlsten. Denn unter diesen Vorraussetzungen kann sie aus Sonnenlicht, Wärme und den in Wasser enthaltenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ein kraftvolles Nahrungsmittel bilden. Daher ist sie ursprünglich vor allem in Ländern wie Südamerika, Asien und Afrika beheimatet. Zu den bekanntesten Seen, in denen Spirulina natürlicherweise gedeiht, gehören der Texcocosee in Mexiko, der Tschadsee am Rande der Sahara und der Turkana-See in Kenia.

Ihre Vitamine, Mineralien und Spurenelemente können optimal resorbiert werden

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen besitzt Spirulina keine harte Zellwand aus unverdaulicher Zellulose, sondern eine dünne Zellmembran. Dies macht sie zu einem idealen Nahrungsmittel für Tiere und Menschen. Denn dadurch können Ihre Nährstoffe fast vollständig aufgespalten werden. Der Organismus nimmt ihr hochwertiges Protein innerhalb einer Stunde auf. Zudem enthält die Mikroalge alle acht essentiellen Aminosäuren im idealen Verhältnis.

Interessant ist auch die energetische Gestalt der Mikroalge. Sie besteht nämlich aus unverzweigten, spiralig gewundenen Zellfäden. Diese sind allerdings so klein, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennt. Ihrem Erscheinungsbild verdankt die Alge auch ihren Namen. Das Wort „Spirulina“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „kleine Spirale“.

Bereits die Mayas und Azteken schätzten Spirulina als wertvolles Nahrungsmittel

Bei der Bevölkerung der zentralen Hochebene von Mexiko, der Gegend um den Texcocosee, stand die Blaualge nämlich schon damals auf dem täglichen Speiseplan. Sie war ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung. Die Ureinwohner ernteten Spirulina, indem sie den Algenschaum von der Wasseroberfläche abschöpften. Danach wurde er zu kleinen Fladenbroten geformt und schließlich zum Trocknen in die Sonne gelegt.

Erst mit dem Eintreffen der Spanier im 16. Jahrhundert änderten die mexikanischen Ureinwohner diese Gewohnheit. Denn um Weide- und Ackerland zu gewinnen, wurden viele Seen im Verlauf der Kolonialisierung nach und nach trocken gelegt. Dadurch geriet Spirulina als hochwertiges Nahrungsmittel allmählich in Vergessenheit.

Anders ist dies am Tschadsee in Zentralafrika. Das Volk der Kanembu verwendet Spirulina bis heute zur traditionellen Zubereitung von Speisen. Ähnlich wie in Mexiko wird die Spirulinaalge in Form von getrockneten Kuchen gegessen. Dieser wird ‚Dihe‘ genannt. Traditionell wird Dihe zerbröselt und mit einer Sauce aus Paprika und Tomaten gemischt. Diese wird dann  zu Bohnen, Hirse, Fleisch und Fisch gereicht.

Spirulina ist eine der ergiebigsten Quellen für Eiweiß und Vitalstoffe, die die Natur zu bieten hat.

Es sollte bis in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts dauern bis man auch in Europa auf die positiven Wirkungen von Spirulina aufmerksam wurde. Dies geschah durch den Botaniker Jean Leonard. Während einer Reise durch die Sahara dokumentierte er die Algenmahlzeiten des afrikanischen Stammes der Kanembu. Seine Berichte über die schnell wachsende Mikroalge mit dem hohen Nährstoffgehalt versetzten die Welt in Erstaunen. Bis heute wird die nährstoffreiche Blaualge in den westlichen Ländern als Lebesmittel mit zahlreichen positiven Eigenschaften geschätzt. Und selbst die NASA nutzt sie als vitalstoffreiche Nahrungsergänzung für ihre Astronauten während Weltraumexpeditionen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spirulina


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